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Ein aufgeschlagenes Buch bei Kerzenlicht

Ratgeber

Tantra und Atem: warum die Massage beim Ausatmen beginnt

16.09.20263 Minuten LesezeitAlle Artikel

Wer zum ersten Mal eine Tantra Massage erlebt, ist oft überrascht, wie oft die Masseurin auf den Atem verweist. Nicht als Anweisung, sondern als Einladung: tief einatmen, lang ausatmen, den Atem bis in den Bauch fallen lassen. Das hat einen einfachen Grund.

Anhalten oder fliessen lassen

Bei Erregung halten die meisten Menschen unbewusst die Luft an. Das konzentriert die Empfindung an einem Punkt und lässt sie schnell ansteigen und schnell vergehen. Wer stattdessen tief weiteratmet, verteilt die Empfindung im ganzen Körper. Sie wird breiter, länger und ruhiger. Genau darauf zielt die Tantra Massage: nicht auf den Gipfel, sondern auf die Landschaft.

Nichts üben, nur zulassen

Sie müssen dafür nichts können. Keine Atemtechnik, keine Vorbereitung. Ihre Masseurin erinnert Sie in den Momenten, in denen Sie die Luft anhalten, mit einer Hand auf dem Bauch oder einem Wort. Wenn Sie es zulassen, merken Sie nach zehn Minuten, dass die Gedanken leiser werden und der Körper lauter. Wenn Sie es nicht zulassen wollen, ist auch das in Ordnung; die Massage bleibt eine gute Massage.

Nach der Massage

Viele Gäste berichten, dass sie nach einer Tantra Massage anders atmen, für Stunden, manchmal für Tage. Ruhiger, tiefer, mit mehr Raum. Das ist keine Magie, sondern Erinnerung: Der Körper hat gelernt, dass es sicher ist, loszulassen. Das nimmt man mit, in die Sitzung, in den Alltag, in die nächste Massage.

Ein stiller Raum mit sanftem Licht

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